Intenvivseminar 28.10.2017

Eine zweitägige Reise vom Ursprung innerer Kampfkünste zur Anwendung moderner Bewegungselemente mit René Wermke und Rainer Uecker.

Aus klassischen Texten des fernen Ostens ist überliefert, dass die Beobachtung der Auseinandersetzung zwischen Tieren maßgeblich dazu beigetragen hat, Ideen zu entwickeln um sich effektiver zu bewegen. In der Sport- und Bewegungswissenschaft erlebt diese Erkenntnis eine Renaissance.

Am ersten Seminartag folgen wir dieser Spur und nutzen intensiv den Boden um unser Abdruck und Stützverhalten zu erkennen. Die Positionierung der Gliedmaßen im Verhältnis zum Boden und zur Schwerkraft, wird uns im ersten Seminarblock Anhaltspunkte über unsere individuellen Gelenkblockaden liefern. Am Nachittag werden wir uns dem Thema Schwung und Gegenschwung widmen. Schwünge definieren sich über ein Anfang und ein Endpunkt bzw. einem sich dazwischen liegenden Wendepunkt. In der Bewegungswissenschaft auch Knotenpunkt genannt. Es gibt allerdings auch eine etymologische Verwurzelung. Dem nach könnte eine Verwandschaft zwischen den Wörtern Schwung und Schweben bestehen…

Zum besseren Verständnis, und um neue Möglichkeiten des Bewegens „ohne Kraft“ zu entfalten, werden am zweiten Seminartag die Bewegungselemente: Impuls, Achsen, Statik und Gewicht verwendet. Beispielsweise wird mit Hilfe des ersten Bewegungselementes (Impuls) die Kontrolle über den Anfang des Bewegens angestrebt um das Bewegen in eine Reihenfolge zu bringen. Als „Verbündeter“ wird uns an diesem Tag ein Stock helfen. Der Stock zeigt uns besonders gut wo wir uns verkeilen und überstrecken. Wir nutzen den Stock noch nicht als Waffe, sondern als zusätzliche Gelenkverbindung und als Gewicht hinter dem wir uns organisieren. Stöcker werden von uns bereit gestellt. Am Nachmittag übernimmt Rainer das

Kommando und vermittelt Anwendungsmöglichkeiten und Trainingsinhalte im Alltag.