Intensivseminar „Impuls“ 29. + 30. September


Dieses Seminar widmet sich der Frage, welche Körperorganisation es gewährleistet, „Kräfte“ möglichst effektiv zu übertragen. Erste Ideen finden wir im Tierreich.

Eine Legende erzählt, dass Schimpansen circa 5 – 8 mal so viel Kraft haben wie Menschen. Wenn auch diese Annahme von vielen Wissenschaftlern relativiert wurde, – bezogen auf das Körpergewicht (40 -60 Kg) verfügen Schimpansen über phänomenale Kräfte.

Noch phänomenaler allerdings ist die Erklärung der Wissenschaftler für derartige Leistungen. Es soll einvernehmlich daran liegen, dass Schimpansen über mehr Fast – Twitch – Fasern (Typ 2 Muskelfasern) verfügen und Menschen über mehr Slow – Twitch – Muskelfasern (Typ 1).

Das diese Erklärung vielleicht die Folge eines Irrtums bzw. eines sehr eingeschränkten Blickwinkels auf das Phänomen Kraft ist, bietet uns einen spannenden Einstieg in das Seminar.

Gelöst von der Überzeugung, dass Muskeln ursächlich verantwortlich sind um Kräfte zu übertragen werden wir anhand praktischer Aufgabenstellungen so vorgehen, dass wir am falschen ausschließen was weniger falsch ist. Was also steht uns im Wege die Aufgabe zu erfüllen?

Es geht also durchweg in dem Seminar nicht darum etwas „richtig“ zu machen, sondern sich durch die Aufgabenstellung mitteilen zu lassen, – wie wir unser „Körperinstrument“ zu stimmen und zu verwandeln haben um effektiver zu werden. In Einzel – und Partnerarbeit liegt der Schwerpunkt darauf sich selber etwas zu erarbeiten. Dieser heutzutage eher ungewöhnliche Weg, geht es doch allgemein hin eher darum zu lernen (auswendig) und möglichst wenig Fehler zu machen, gewährleistet den erwirb der Technik.

Inhalte des Intensivseminars in Stichpunkten.

  • Körperarbeit nach Jacoby H. (Jenseits von begabt und unbegabt 1994)
  • Bewegungsanalyse von Tieren
  • Kritik an der konventionellen Sport- und Bewegungslehre
  • Animal – Internal – Flow
  • Tiere im Tai Chi (Form)
  • Aufgabenreihen zur Stimmung des „Körperinstrumentes“
  • Spielerische Auseinandersetzung mit dem Boden
  • Der Stock als Lernhilfe
  • Anwendungen im Alltag
  • Therapeutische Anwendungsmöglichkeiten