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INTERKINETIX bedient sich moderner wissenschaftlicher Erkenntnisse, um die Inhalte östlicher Kosmologien, wie z.B. Ying & Yang oder Ch´i, zu entmystifizieren und mit bewährten und vertrauten westlichen Mustern in Sport, Gesundheit und Beruf zu einem eigenen individuellen Ganzen zu kombinieren.

Die transparente wissenschaftliche Herleitung und Beweisbarkeit liegt INTERKINETIX hierbei ebenso am Herzen, wie der Raum für Mystik und Spiritualität.

Nachfolgende Textpassagen entstammen den Diplomarbeiten „Phänomen Kraft“ sowie „Der Integrierte Schwung“ und vermitteln wesentliche wissenschaftliche Hintergrundinformationen zu den vier Bewegungselementen.

 

 

„Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“
Zitat: Arthur C. Clarke

 

Impuls

impulsGemäß dem ersten Newtonschen Bewegungsgesetz verharrt ein Körper aufgrund der Trägheit ohne Krafteinwirkung im Zustand der Ruhe. Damit etwas in Bewegung kommt, bedarf es eines Impuls.

Im menschlichen Körper werden Schwünge durch Muskelimpulse eingeleitet. Damit Impulse im Körper transportiert werden können, müssen Schwünge fließend ineinander übergeleitet werden.

Nach MEINEL (1971, 200) tritt ein Bewegungsfluss im räumlichen Verlauf in Erscheinung, wenn alle Richtungsänderungen in runder, kurviger Form verlaufen. Wo „Ecken“ im Bewegungsverlauf auftreten, ist die Bewegung nicht fließend und damit auch nicht ökonomisch.

Des Weiteren ist es für einen optimalen Bewegungsablauf wichtig, dass sich im zeitlichen Verlauf die Geschwindigkeit nicht plötzlich, sprunghaft oder abrupt, sondern in allmählichen Übergängen ändert. Eine sprunghafte Tempoänderung oder ein zwischenzeitlicher Stillstand eines Körperteils oder des Gesamtkörpers ist immer Zeichen eines schlechten Bewegungsflusses und damit auch Kennzeichen einer unökonomischen Bewegung (vgl. MEINEL 1971, 201)

Besonders also die Umkehr eines Bewegungsablaufs oder der Bewegungsrichtung werden in der Sportwissenschaft als problematisch betrachtet. Für diesen Punkt wurde der Begriff Knotenpunkt geprägt.

INTERKINETIX hat ein Trainingsprogramm entwickelt, das Sie darin schult, Schwünge und Übergänge so zu gestalten, dass der Impuls über Knotenpunkte hinweg aufrecht erhalten bleibt.

Achsen

achseAm Beispiel eines Schrittes lässt sich anschaulich verdeutlichen, warum ein hoher Achsendruck beim Aufsetzten des Fußes auf den Boden zu Energieverlusten führt. Innerhalb von 0,02 Sekunden muss das aufsetzende Bein 60 Prozent des Körpergewichtes auffangen (vgl. PERRY 2003, 21).

Boden-Reaktions-Kraft Messungen zeigen, dass mit der Kollision, d.h. dem Auftreffen des Körpergewichtes auf dem Boden, eine Kraft von gleicher Größe, aber umgekehrter Richtung hervorgerufen wird (vgl. PERRY 2003, 20). Dabei entstehen Belastungen für Gewebe, Gelenke, Knochen und Muskulatur, die als Stoßdämpfer herhalten müssen.

Beim Gehen und Laufen entsteht an den Achsen ein Druck als Folge des Bodenaufpralls. Damit die Belastungen gemindert werden können, muss der Körper vor Beginn des Bewegens in einem anderen axialen Verhältnis zur wirkenden Schwerkraft organisiert werden.

INTERKINETIX hat Ergebnisse aus der Bewegungsforschung aufgegriffen und daraus ein Trainingsprogramm entwickelt, das die Druckbelastung im Körper beim Laufen und Gehen reduziert.

Statik und Gewicht der Muskeln

statik gewichtBewegen wir unseren Körper oder einen Stein, müssen wir die Trägheit überwinden. Ohne äußere (z.B. Boden) und innere Widerstände (z.B. Hebel und Knochen, an denen unsere Muskeln befestigt sind) könnten wir jedoch keine Kraft einsetzen (vgl. JACOBY 1994, 473). Kraft braucht also einen Widerstand, um wirken zu können. Beim Heben eines Steines fühlen wir die Kraft als Zusammenpressen oder Zusammenziehen der Muskeln. Alternativ ließe sich dieses Gefühl als Krampf beschreiben. Tatsächlich geht das Wort Kraft zurück auf die indogermanische Wurzel „drehen, winden, sich zusammenziehen, verkrampfen“ (vgl. DUDEN 1989 , 382).

Wenn man dem Hinweis aus der Etymologie folgt, könnte Kraft also eher als etwas verstanden werden, das unsere Bewegung verhindert (vgl. Landmann 2002: 204). Krampf bzw. Kraft ist demnach der Widerstand gegen den eigenen Körper.

INTERKINETIX ist den Hinweisen aus der Etymologie gefolgt und hat ein Trainingsprogramm entwickelt, das Sie darin schult, mittels Spannungswechsel zwischen Muskelgruppen einen Tonus zu entwickeln, der verhindert das Blockaden und Widerstände entstehen.

Schwungintegration

schwungintegrationDas Studium der vier Elemente ist die Voraussetzung für ein Bewegen, das den Impuls nun außerhalb von Brechung und Aufprall definiert und, für eine befristete Zeit, von allen mechanischen Elementen wie Achsen, Statik und Gewicht frei hält.

Dabei werden die statischen Verhältnisse im Körper so flexibel gestaltet, dass man von einer ständigen Veränderung der statischen Organisation des Körpers im beweglichen Verbund sprechen könnte, mit der Impulse transportiert und übertragen werden. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass die Spannungen in den Muskeln normalerweise sehr unterschiedlich verteilt sind. So gibt es immer Bereiche, die mehr Spannungen aufweisen und solche, die weniger angespannt sind, es besteht also ein statisches Ungleichgewicht. Mitbestimmend für diese Ungleichverteilung sind die an den Achsen durch Auf- und Abprall entstehenden Spannungs- und Druckverhältnisse.

Indem vor jedem Aufprall oder jeder Umkehr eine Änderung der Bewegungsrichtung auf kleinsten Raum durch ständiges Lösen von Körperteilen (sowohl von einander als auch in sich) aktiv (induziert durch Relaxation und Kontraktion mit angemessener Wechselgeschwindigkeit) stattfindet, wird eine Spannungsverteilung (Tonus) über den Gesamtkörper hergestellt, die in Verbindung mit dem Schwung (Lösen vom Druck) dazu führt, den Impuls zu erhalten, bzw. den Schwung in die Gesamtkörperaussteuerung zu  i n t e g r i e r e n.

Literaturverzeichnis

DUDEN  (1989): Etymologie. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache 2. Auflage Mannheim
JACOBY, H. (1994): Jenseits von >Begabt< und >Unbegabt<, Hamburg
LANDMANN, R. (2002): Taijiquan, Konzepte und Prinzipien einer Bewegungskunst; Analyse anhand der frühen Schriften, Hamburg
SCHNAITER, M. (2008): Phänomen Kraft, Diplomarbeit, Hamburg
MEINEL, K. (1971): Bewegungslehre, 4. Auflage, Berlin
PERRY, J. (2003): Ganganalyse, Norm und Pathologie des Gehens, Jena, München
WERMKE, R. (2008): Der Integrierte Schwung, Diplomarbeit, Hamburg